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Darf's ein bisschen mehr sein?
Wir stellen diese Frage nicht wie der Metzger, der zu der eigentlich bestellten Wurstmenge noch ein paar Scheiben hinzulegen möchte: Wir fragen nach dem Mehr im qualitativen Sinne. Unsere „Mission“ ist es, in der Lebenswelt der Hochschule den Menschen als Ganzen in Erinnerung zu rufen; alle – ob Studierende oder Lehrende – sie sind immer auch Menschen, die glücklich oder unglücklich sein können; sie alle suchen Erfüllung und Sinn für ihr Leben – und wollen mehr, als bloß reibungslos zu funktionieren. Auch mit diesem neuen Programm möchten wir die Suche nach dem „Mehr“ unterstützen. Dabei hüten wir uns aber auch vor Selbstüberschätzung - wir bilden uns nicht ein, dass wir kraft unseres Amtes oder unserer Stellung auf alles eine Antwort hätten; aber es ist schon viel, wenn überhaupt Fragen zugelassen werden und wenn allzu Selbstverständliches wieder als fragwürdig erkannt wird. Um die Fragwürdigkeit des Lebens aushalten zu können, ohne sich in Ideologien flüchten zu müssen, braucht es ein gerüttelt Maß an Orientierung und Sicherheit. Diese Orientierung beziehen wir aus der frohen Botschaft der Bibel und dem Schatz der christlichen Glaubensgeschichte. Dadurch, dass wir ökumenisch strukturiert sind, haben wir eine breite Basis an gemeinsamen, sich ergänzenden und vielleicht auch einmal sich gegenseitig korrigierenden Traditionen; wir erleben die Zusammenschau von evangelischer und katholischer Christlichkeit als bereichernd und befreiend. Wir wünschen allen Glück und Freude im Sommersemester 2010!
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